Aktivierung HF

Berufsbild

Sie sind geschickt im Umgang mit Menschen und ihren Eigenheiten. Und Sie möchten Ihre Kreativität, Ihre Selbständigkeit und Ihre Teamfähigkeit im Beruf einsetzen.

Aktivierungsfachpersonen HF verbessern die Lebensqualität von kranken oder behinderten Erwachsenen und Betagten. Sie fördern gezielt die körperlichen, geistigen, sozialen und emotionalen Fähigkeiten dieser Menschen. Aktivierungsfachpersonen HF arbeiten mit Einzelpersonen und Gruppen. Sie beachten die Ressourcen der einzelnen Menschen und fördern ihre Autonomie. Die aktivierende Arbeit kommt in Zusammenarbeit und als Ergänzung zu pflegerischen und anderen therapeutischen Massnahmen zum Tragen.

Bildungsgang

Aktivierung HF = dreijährige Vollzeitausbildung

Informationsveranstaltungen

Hier finden Sie die aktuellen Daten und weitere Informationen.

Arbeitsfelder

Diplomierte Aktivierungsfachpersonen HF arbeiten meist in Alters- und Pflegezentren, Tagesheimen, psychiatrischen Kliniken oder Behindertenwohnheimen. Zu ihren Klientinnen und Klienten gehören je nach Arbeitsort Personen mit körperlichen, psychischen und demenziellen Erkrankungen oder mit geistiger oder mehrfacher Behinderung.

Ausbildungsverlauf

Die Ausbildung Aktivierung HF dauert drei Jahre. Sie findet parallel in den Lernbereichen Schule und berufliche Praxis statt. Jede Woche beinhaltet einen Tag Schule/Theorie, einen Tag Selbststudium und drei Tage Praktikum. Zusätzlich sind im ersten Ausbildungsjahr neun Schulblockwochen, im zweiten sieben und im dritten fünf Schulblockwochen integriert.

Der Lernbereich Schule umfasst 2'140 Lernstunden und ist aufgeteilt in die Fächer:

Fach 1: Grundlagen
Fach 2: Aktivierung – Methoden und Mittel
Fach 3: Sich und andere führen

Der Lernbereich berufliche Praxis umfasst 3'260 Lernstunden und findet in zwei unterschiedlichen Praktikumsbetrieben statt (Arbeitspensum 50%).

Die Lern- und Erfahrungsschwerpunkte sind:

1. Ausbildungsjahr: Arbeiten mit Einzelpersonen
2. Ausbildungsjahr: Arbeiten mit Gruppen
3. Ausbildungsjahr: Professionalität, Führung/Management

Sind alle vorgeschriebenen Bestandteile der Ausbildung abgeschlossen, wird sie mit einem Diplomexamen abgeschlossen. Damit wird der Berufstitel dipl. Aktivierungsfachfrau HF/dipl. Aktivierungsfach-mann HF erworben.

Anstellung

Die Studierenden stehen in einem Ausbildungsverhältnis mit dem ZAG. Während der Praktika erhalten die Studierenden eine Entschädigung. Die Höhe der Entschädigung richtet sich nach der Empfehlung der Organisation der Arbeitswelt Gesundheit Zürich (OdA G ZH). Die Angaben hierfür finden Sie auf der Website der OdA G ZH.

Studierende HF sind über die gesamte Dauer der Ausbildung oder während eines Teils davon (ein respektive zwei Jahre) Mitarbeitende eines Betriebs. In die arbeitsrechtlichen und sozialversicherungstechnischen Leistungen sind sie in der jeweiligen Arbeitgeberschaft eingebunden.

Anforderungen

Eine absolvierte und bestandene Eignungsabklärung ist Voraussetzung für die Höhere Fachschule. Das Mindestalter für das Verfahren ist 17 Jahre. Schulische Voraussetzungen sind eine dreijährige berufliche Grundbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder ein allgemeinbildender Abschluss (DMS/FMS oder Matura). Ein positives Abklärungsresultat bleibt drei Jahre gültig.

Vieles lernt man in der Ausbildung, Fähigkeiten werden entwickelt oder geschult. Einige persönliche Voraussetzungen sollte man jedoch mitbringen:

  • Einfühlungsvermögen, Verständnis, Geduld, Belastbarkeit, Beziehungsfähigkeit
  • Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • Reflexionsfähigkeit, Fähigkeit eigenes Handeln zu begründen und hinterfragen
  • Bereitschaft, sich mit Themen wie Abschied, Alter, Sterben, Tod auseinanderzusetzen
  • Selbstständigkeit, Spontanität, Flexibilität
  • Phantasie, Kreativität, praktisches Geschick
  • Administratives Geschick und PC-Anwenderkenntnisse

Praktikumsinstitutionen

Arbeitsfeld Schwerpunkt Geriatrie

Arbeitsfeld Schwerpunkt Psychiatrie

Arbeitsfeld Schwerpunkt Spezielle Behinderungen

Beratung und Begleitung von Berufsbildenden der Höheren Fachschule

Gemäss den Rahmenlehrplänen für Bildungsgänge auf Stufe Höhere Fachschule sind die Ausbildungsinstitutionen für die praktische Ausbildung verantwortlich.

Das vorliegende Angebot richtet sich an Institutionen, die einen Beitrag zur Ausbildung von Studierenden der Bildungsgänge HF und zukünftigen Berufsbildenden leisten möchten, jedoch die Voraussetzungen gemäss den Rahmenlehrplänen noch nicht vollständig erfüllen.

Die Angebote Beratung und Begleitung von Berufsbildenden beinhalten

Hinweis:

Diese Angebote Beratung und Begleitung von Berufsbildenden HF in der Praxis unterscheiden sich vom Mentorat Praxis Höhere Fachschule.

Das Mentorat Praxis Höhere Fachschule verfolgt bei der Beratung und Unterstützung der Studierenden und der Praktikumsinstitutionen folgende Ziele:

  • Analyse und Klärung des Unterstützungsbedarfs der Studierenden.
  • Beratung und Unterstützung der Studierenden.
  • Beratung und Unterstützung der Praktikumsinstitutionen.
  • Unterstützung bei der Formulierung und Einleitung geeigneter Förderungsmassnahmen.

Falls Sie das Mentorat beanspruchen möchten, wenden Sie sich bitte an Frau Sabine Ackerschott, Verantwortliche Zusammenarbeit Institutionen HF. Das Mentorat ist kostenlos.