Training und Transfer

Der Bereich Training und Transfer am ZAG ist eine Lernumgebung, die auf der Idee des transferorientierten Lernens in einem praxisähnlichen Kontext basiert. Unser pflegepädagogisches Lehr- und Lernverständnis orientiert sich an einer handlungsorientierten Pflegedidaktik. Darunter verstehen wir:

  • Förderung der Transferfunktion (von explizit zu implizit, von implizit zu explizit)
  • Aktivierung der Vorkenntnisse
  • Aktives Herangehen an Aufgaben und Problemstellungen. Kohärente Vernetzung der theoretisch vermittelten Inhalte mit dem kompetenten Handeln in der beruflichen Praxis
  • Bearbeitung praxisrelevanter Problemstellungen und aktueller Inhalte
  • Förderung der pflegerischen Kompetenzen durch realistische Situationen
  • kritisches Hinterfragen von Erfahrungen und Handlungen
  • Gestaltung eines lernfördernden Klimas und Schaffung einer Atmosphäre des Vertrauens und der Ermutigung
  • Systematisch geführte Trainings
  • Kontakte mit Simulationspatienten
  • strukturierte praktische Prüfungen
  • Integration von Blended Learning

Fähigkeit-/ Fertigkeitstraining

Im Ressort Training und Transfer werden kognitive, psychomotorische und affektive Fähigkeiten gezielt als Vorbereitung für die Praxis trainiert und Fertigkeiten erweitert.

Zum Erlernen komplexer Handlungsabläufe dient das integrative Modell von CAS und Skillslab. Für die Trainings werden gezielt die „Arbeitshefte Training und Transfer“ eingesetzt.

Der Training und Transfer Treff

An diesem Treff bearbeiten Lernende und Studierende selbstgewählte Trainingsinhalte. Die Trainings werden von Trainerinnen und Trainern begleitet. Training und Transfer Treffs finden regelmässig in den Lernstudios statt. Eine Anmeldung ist für die Teilnehmenden obligatorisch.

Lernstudios

Am ZAG ist eine ganze Etage mit 16 Lernstudios für praktische Trainings eingerichtet. Die Räume wurden entsprechend unterschiedlicher Situationen der Pflege ausgestattet. Fähigkeits-/Fertigkeitstrainings, Simulationen, Training und Transfer Treffs und OSCE Prüfungen werden in einer praxisnahen Umgebung umgesetzt.

Trainingsmaterial und -modelle

Für die Trainings stehen moderne Trainingsgeräte und -modelle zur Verfügung. Das verwendete Material und die Geräte orientieren sich am «State of the art».

Prüfungsmethode OSCE

Die Prüfungsmethode OSCE ist ein Parcours mit zahlreichen verschiedenen Stationen. An jeder Station lösen die Studierenden eine praktische Aufgabe. Oft werden dabei Simulationspatientinnen/Simulationspatienten (im OSCE «Standardisierte Patientinnen» genannt) eingesetzt. Lehrpersonen bewerten die Leistungen der Studierenden mit Hilfe im Voraus entwickelter Checklisten und Skalen. Statistische Auswertungen und Rückmeldungen von Expertinnen und Experten ermöglichen eine fortlaufende Überprüfung und Weiterentwicklung der einzelnen Prüfungskriterien.

Kompetenzen, welche mittels OSCE geprüft werden

Fertigkeiten, Fähigkeiten und das Verhalten können mit OSCE besonders gut geprüft werden. Der zwischenmenschliche Kontakt und die Beherrschung technischer Fertigkeiten können effektiv beurteilt werden. Die Studierenden absolvieren die Prüfung, indem sie Personen fachgerecht betreuen, anleiten oder einschätzen. Aufgabenstellungen an Trainingsgeräten sind ebenfalls möglich. Die grosse Anzahl Stationen macht eine Beurteilung von verschiedenen Kriterien an unterschiedlichen Stationen möglich. Die Gültigkeit und die Zuverlässigkeit des Verfahrens werden dadurch gegenüber den herkömmlichen praktischen Prüfungsverfahren verbessert.