Gesundheitswesen und Berufsbildung heute: Werte im Wandel? - Eine Fachtagung des ZAG

Samstag, 23. November 2019 / 9.00 - 16.00 Uhr

Vermitteln wir in den aktuellen Ausbildungsprogrammen am ZAG viel Wissen aber wenig Werte? Wenn ja, was wären denn diese „Werte im Wandel“ in der Pflege und wie vermittelt man Werte? Leistet die Pflegewissenschaft in Bereich der Wertedebatte ihren nötigen Beitrag? Ging bei den Bildungsreformen in den letzten Jahren nicht auch immer ein Stück humanistische Wertevermittlung verloren? Diesen und ähnlichen Fragen möchten wir im Rahmen der ZAG Fachtagung 2019 nachgehen.

Am Vormittag starten wir mit zwei Hauptreferaten. Das erste Hauptreferat wird von Herrn Stefan Fuchs gehalten. Stefan Fuchs ist Berufsschullehrer mbA am ZAG und absolvierte ein Studium zum MAS Applied Ethics. Er bezieht sich auf den Wertewandel in Ausbildung und Pflege.

Zum zweiten Hauptreferat begrüssen wir Frau Prof. Dr. med. Dr. phil. Nikola Biller-Andorno. Frau Biller-Andorno ist Direktorin am Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte der Universität Zürich. In ihrem Referat stellt sie Überlegungen zur Frage „Wieviel Ökonomie braucht die Gesundheitsversorgung – und welche?“ an.

Am Nachmittag können Sie zwei Workshops aus einem Angebot von insgesamt fünf Workshops auswählen.

Die Workshops nehmen folgende Themen auf:

  1. Workshop: Transkulturelle Kompetenz in der Theorie und Pflegepraxis - Eine Reflexion
  2. Workshop: Aus-gebildet - Wertebildung bei Erwachsenen
  3. Workshop: Wertewandel in der Ausbildung und Pflege
  4. Workshop: Vom nicht bemerkten zum erfahrbaren, bewussten Wertewandel
  5. Workshop: Innere Stärke in Zeiten des Wertewandels

Die Fachtagung wird vom Forumtheater agora begleitet.

Wir freuen uns, Sie an der Fachtagung begrüssen zu dürfen.

Programm

Uhrzeit Programmpunkt
8.30 - 9.00 Uhr Ankunft
9.00 - 9.10 Uhr Begrüssung und Eröffnung der Fachtagung durch die Schulleitung ZAG
9.10 - 10.10 Uhr Hauptreferat: Wertewandel in Ausbildung und Pflege - gibt es das? Stefan Fuchs: Berufsschullehrer mbA am ZAG; Dipl. Pflegefachmann / HöFa IB.A. Phil., MAS Applied Ethics und aktuell im Studium zum Master of Arts in Philosophie (Schwerpunkt Ethik und politische Philosophie)
10.10 - 10.35 Uhr Kaffeepause
10.35 - 11.45 Uhr Hauptreferat: Wie viel Ökonomie braucht die Gesundheitsversorgung - und welche? Frau Prof. Dr. med. Dr. phil. Nikola Biller-Andorno: Professoring und Direktorin am Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte der Universität Zürich
11.45 - 12.00 Uhr Forumtheater
12.00 - 13.00 Uhr Mittagspause
13.00 - 15.20 Uhr Besuch der Workshops, jeweils zwei Durchgänge à 60 Minuten, inklusive Pausen
15.30 - 16.00 Uhr Forumtheater
16.00 Uhr Abschluss im Plenum

Der Tagungspreis inklusive Verpflegung beträgt CHF 180.00 pro Person.

Workshops

Workshop Dozent/in Titel
Workshop 1 Barbara Overesch, Serge Conzett, Berufsschullehrpersonen Transkulturelle Kompetenz in der Theorie und Pflegepraxis – Eine Reflexion Diskussion zu Aspekten von Migration in der Bildung, Pflege und Gesellschaft
Workshop 2 Stefanie Krebs, Berufsschullehrperson Ausgebildet - Wertebildung bei Erwachsenen. Viele Werte werden im Kinder- und Jugendalter ausgebildet. Erwachsene verfügen daher über ein bestehendes Wertesystem. Wie lassen sich Werte bei Erwachsenen dennoch ausbilden und mitunter verändern? Erfahrungen und Sichtweisen aus der modularen Pflegeausbildung.
Workshop 3 Stefan Fuchs, Berufsschullehrperson Wertewandel in Ausbildung und Pflege. Diskussion zu Aspekten des Referates vom Morgen
Workshop 4 Louisa Sebos, Berufsschullehrperson Vom nicht bemerkten zum erfahrbaren, bewussten Wertewandel. Gedanken zu Wertvorstellungen, Wertewandel und einem möglichen Wertezerfall werden mit Hinweisen aus der Soziologie, mit Erkenntnissen, Beobachtungen und Meinungen der Anwesenden erkundet.
Workshop 5 Barbara Felber, Berufsschullehrperson Transaktionsanalyse - "Inneren stärke in Zeiten des Wertewandels". Zeiten des Wandels sind immer auch mit schmerzlichen Prozessen verbunden. Innere Stärke erwächst durch anecken, stolpern und hinfallen. Dieser Prozess bietet Chance zum Wachsen.

Forumtheater

Forumtheater ist interaktives Theater mit einer offenen Frage!

Im Forumtheater wird dem Publikum eine Szene vorgestellt, die schlecht und unbefriedigend endet.

Es werden durch zugespitzte, symbolhafte Szenen Fragen aufgeworfen, die aus den Themen und Erfahrungen der Teilnehmenden entwickelt werden. Eine Spielleitung (Joker) ermutigt die Zuschauenden die dargestellte Szene im Dialog zu einem besseren Ende zu bringen. Sie als Zuschauende übernehmen die Regie der dargestellten Szene und führen so Veränderungen herbei.

Bei diesen sogenannten Interventionen geht es um die Antworten auf diese Fragenbeispiele: Was würde ich in der dargestellten, gespielten Situation tun? Wie können wir durch unsere Ideen und unser Handeln die Szenen zum Besseren verändern?

Gemeinsam kann differenziert, reflektiert und beobachtet werden, was sich mit der Intervention verändert hat und ob das die erstrebenswerte Veränderung zeigt. Dann wird weiter probiert.

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